Fährtenhundprüfung

 

Die Fährtensuche ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben für Hunde. Mit der richtigen Ausbildung lernt ein Fährtenhund, seine hervorragende Nase für diese Arbeit optimal zu nutzen. In Fährtenhundprüfungen kann er sein Geschick beweisen.

 

Fährtenarbeit

 

Was für manche wie ein gemächlicher Zeitvertreib auf umgepflügten Äckern aussieht, ist in Wirklichkeit ein spannender Sport. Bei der Fährtenarbeit können Hunde Fähigkeiten unter Beweis stellen, die erstaunlich sind. 

 

Der Hundeführer ist hoch konzentriert. Dasselbe gilt für den Hund, der darauf wartet, loslegen zu können. Vor den beiden: ein Acker, auf dem es eine Fährte gibt. Die wurde Stunden zuvor, von einem anderen Fährtenexperten, gelegt.


Zwei feine Stäbe, auf deren Spitzen Korken stecken, kennzeichnen die Startlinie. Endlich gibt der Hundeführer das Kommando zum Loslegen. Der Hund zögert keine Sekunde. Schon schnobert seine dunkle Nase im Ackerboden. Der kräftige Rüde wird schneller, um sich dann plötzlich hinzulegen. Er hat einen der Gegenstände gefunden, die entlang der Fährte abgelegt wurden.


Die Anzahl der Gegenstände steigt mit dem Schwierigkeitsgrad der Fährtenhundprüfung (FH). Während bei der FH 1 nur vier Gegenstände aufgespürt werden müssen, sind es bei der FH 2 ganze sieben Gegenstände, die der Hund auf dem Weg zum Ziel anzeigen muss. Bei dieser Arbeit orientiert sich der Hund an Bodenverletzungen und Bodenverdichtungen, die durch Trittsiegel (Fußspuren) des Fährtenlegers entstehen. Solch eine Spur zu finden ist für den Hund anspruchsvoll.


Die Faszination Fährtenarbeit greift um sich. Immer mehr Hundehalter interessieren sich dafür und wollen die Leistungen ihres Hundes sogar wettbewerbsmäßig unter Beweis stellen. Dazu gibt es beim VDH eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Fährtenarbeit wird in allen Gebrauchshundsportverbänden angeboten. Sie ist sogar ein fester Bestandteil der Prüfung für Gebrauchshunde (IPO). Einsteiger beginnen mit der ersten Prüfungsstufe, bei der eine 300 Schritt lange Fährte und zwei Gegenstände auf Hund und Hundeführer warten. Hier darf die Fährte sogar noch selbst gelegt werden. Danach erhöht sich die Strecke bis auf 400 Meter und bei der dritten Prüfungsstufe müssen 600 Schritt bewältigt und drei Gegenstände aufgespürt werden. Danach folgen verschiedenen Fährtenhundprüfungen. Nun stehen Strecken bis zu 1800 Schritt, Geländewechsel, Straßenüberquerungen, bis zu sieben Gegenstände und weitere Schwierigkeiten auf dem Programm. Und wer dann endgültig nicht mehr von der Fährtenarbeit lassen kann, qualifiziert sich womöglich für die Deutschen Meisterschaften und vielleicht noch für die FCI-Weltmeisterschaft.

 

Quelle: vdh